Nach mehr als zehn Jahren Laufzeit wird das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) der Stadt Delmenhorst nun grundlegend weiterentwickelt. Die Erfahrungen aus den vergangenen Monitoring- und Bilanzberichten zeigen, dass viele Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden konnten, gleichzeitig aber neue Herausforderungen hinzugekommen sind. Insbesondere Themen wie Klimawandel, Energiewende, soziale Integration und die Stärkung der Innenstadt verlangen nach einer aktualisierten und noch stärken integrativen Strategie.
Deshalb hat die Stadt im Juni 2025 eine Arbeitsgemeinschaft aus mehreren erfahrenen Planungs- und Beratungsbüros mit Sitz in Bremen beauftragt, die Fortschreibung des ISEK gleichzeitig mit der des Integrierten Klimaschutzkonzepts zu begleiten. Federführend ist das Büro plan-werkStadt, unterstützt von seinen Partnern FORUM.Stadt und Region, BauBeCon, DSK sowie BEKS EnergieEffizienz.
Ein neues Stadentwicklungskonzept wird in einem zweijährigen Prozess erstellt. Ein zentrales Merkmal dieses Prozesses ist die enge Verknüpfung mit einem integrierten Klimaschutzkonzept. Dadurch wird sichergestellt, dass künftige städtebauliche Maßnahmen nicht nur soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen, sondern auch einen wirksamen Beitrag zu Energieeinsparung, Nachhaltigkeit und Klimaanpassung leisten. Wir sprechen daher von DEL2040 als einem gemeinsamen und ambitionierten Entwicklungskonzept für die Stadt Delmenhorst mit dem Horizont der Klimaneutralität im Jahr 2040.
Wichtig ist zudem der breite Partizipationsansatz: Bürgerinnen und Bürger, lokale Akteure, Politik und Verwaltung werden mit verschiedenen Beteiligungsformaten systematisch einbezogen, um gemeinsam Leitbilder, Ziele und konkrete Projekte zu entwickeln. So soll ein Gesamtkonzept entstehen, das den unterschiedlichen Interessen gerecht wird, die Beantragung von Fördermitteln erleichtert und die Rahmenbedingungen für die Stadtentwicklung der kommenden eineinhalb Jahrzehnte vorbereitet.
Ein Klimaschutzkonzept ist ein strategischer Fahrplan für den lokalen Klimaschutz. Es unterstützt die Stadt dabei, ihren Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen systematisch und langfristig zu planen und umzusetzen.
Im Mittelpunkt stehen dabei Maßnahmen und Ziele, um den Ausstoß von Treibhausgasen vor Ort zu senken – etwa durch verbesserte Energieeffizienz und den Umstieg auf klimafreundliche Energieträger.
Das Konzept beginnt mit einer Bestandsaufnahme: Wie hoch ist der Energieverbrauch in der Stadt Delmenhorst? Wie viele Emissionen entstehen dabei?
Darauf aufbauend werden verschiedenste Potenziale analysiert und mögliche Zukunftsszenarien zur Reduktion der Treibhausgasemissionen entwickelt.
Das Klimaschutzkonzept dient als wichtige Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung. Es schafft Transparenz, setzt Prioritäten und legt das methodische Fundament für das gemeinsame Ziel: Eine treibhausgasneutrale Stadt Delmenhorst – spätestens bis zum Jahr 2040.
Im Laufe der Bearbeitung werden verschiedene Möglichkeiten zur Beteiligung angeboten. Viele davon sind öffentlich. Neben der Auftaktveranstaltung wird es (zur Mitte und zum Abschluss) weitere Informationsveranstaltungen geben, bei denen die Zwischen- und die Endergebnisse vorgestellt werden. Darüber hinaus sind weitere Veranstaltungen vorgesehen, bei denen einzelne Themen oder teilräumliche Fragestellungen (z.B. zur Innenstadt) vertieft werden können.
Während der gesamten Laufzeit wird es außerdem auf dieser Webseite eine regelmäßige Berichterstattung aus dem Prozess geben.
Der Erarbeitungsprozess ist auf knapp zwei Jahre angelegt. Während dieser Zeit werden sich bei beiden Konzepten verschiedene Projektphasen aneinanderreihen, die von einer Analysephase über die Zielformulierung hin zu konkreten Maßnahmenvorschlägen führen werden. Die Ergebnisse werden in einem Zwischen- und einem Endbericht festgehalten.
Während der gesamten Laufzeit findet ein Abstimmungsprozess auf Arbeitsebene (externe Büros, Projektteam) und Lenkungsebene (Verwaltung, Kommunalpolitik) statt.
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